Beziehungs-Weisen

  Kämpfen. Lieben. Leben.


Wenn   du   dich   dazu  entscheidest,   Punk,   Skin, TechnojüngerIn,   HipHopper   etc.   zu   sein, entscheidest du dich für eine Szene, einen Trend und  entwickelst   eine  emotionale   Beziehung,  ein
Grundverhältnis   der   Zugehörigkeit   und   des Zugehörigseins.   Entscheidend  ist,   dass  du  dich geborgen, aber auch verstanden und „aufgehoben“ fühlst,  egal  in welcher  „Szene“  du  dich bewegst. Trotzdem  kann  gerade  innerhalb   dieser   Szene-Gesellschaft   das   Grundverhältnis   der entstehen.   In   jeder   Szene   gibt   es Verhaltensmuster,   die   darauf  schließen  lassen, dass Äußerlichkeiten wie die Frisur oder Kleidung als Definitionsmerkmale dazu benutzt werden, um dich in den elitären Kreis aufzunehmen oder eben
nicht.   So   entwickeln   sich   Subszenen   und Abspaltungen,  die  wiederum  einen neuen Kodex definieren.   Bleibt   die   Gleichgültigkeit   oder   die offene   Feindseligkeit   bestehen,   wirst   du   zum
ungeliebten   Außenseiter   und   bekommst   die negativen Aspekte zu spüren (Hass, Gewalt etc.). Bist du von der Szenepolizei akzeptiert, wirst du in der   Interaktionskette   aufgenommen   (soziale Beziehung).  Diese  findet  zunächst in der  eigenen Familie  statt,   später  dann im  Freundeskreis etc. Zu   den   Arten   der   sozialen   Beziehung   zählen beispielsweise Bekanntschaften, Paarbeziehungen,
Freundschaften   oder   Verwandtschaften.   Die Bekanntschaft   ist   eine   schwache   Form   der sozialen   Beziehung.   Sie   besteht,   wenn   sich (mindestens)   zwei   Personen   gegenseitig identifizieren   und  wiedererkennen   können.   Die romantische   Zweierbeziehung   sticht   hingegen durch   ihre   Exklusivität   hervor:   Sie   ist   sozial geschlossen und birgt Verpflichtungen.Bereits  im  UNDERDOG  #16   habe  ich  über   das gesellschaftliche System des Patriarchats  referiert („Fickt   das   System“,   S.15ff)   und   bin   zur Erkenntnis gelangt, dass „das das patriarchalische System der  Familie, das  KZ-System der   Bildungseinrichtungen   die Jungbrunnen   der   Indoktrination sind(...)   Männer   wie   Frauen  sind Opfer  des Systems.  Die  Frau wird per  Sozialisation auf ihre Rolle -das Dasein   ohne   eigene   Kreativität- vorbereitet. Aber  richtig ist sie erst, wenn   sie   sich  damit   abgefunden hat,  Anhängsel des Mannes zu sein und  demzufolge  die  heterosexuelle Ehe   als   Bestimmung   begreift.  Bewusst wird so die Homosexualität unterdrückt,   um   sie   in   die hierarchische Struktur zu zwingen.Als  nächste   Station   des   „circulus vitosus“   erwartet   sie   nun   die biologische   und   durch   die   Ehe erzwungene   soziale   Mutterschaft. Hat   sie   diese   erst   mal  als   ihren Daseinszweck   verinnerlicht,   folgt logisch,   dass  sie   ihren   Selbstwert misst,  folgt  logisch,  dass sie  fortan durch   die   Wirkung   auf   Männer konzentriert.Ihr Selbstbewusstsein reduziert sich auf   die   Ebene   der   körperlichen Attraktivität.   Die   Entwicklung   der eigenen Kreativität, der Respekt vor  der   eigenen   Identität   gehen verloren.  Im  Konkurrenzkampf um die   Gunst   der   Männer   zerbricht auch   die   Solidarität   gegenüber GeschlechtsgenossInnen.   Der Chauvi-Mann   -die schwanzgesteuerte   Prä-Existenz- badet   im   Gefühl   dieser   Macht,  ergötzt  sich  in  seiner  Armseligkeit an billigster  Pornographie und lässt sich  vor   dem   Karren  des  Systems spannen“.

27.6.07 14:01

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